08 Jan

Neue Tänze wagen – Gute Gründe für die Systemische Kinderwunschberatung

Das Neue Jahr nimmt Fahrt auf, der Alltag kehrt ein und bei vielen Frauen, Männern und Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch kreisen die Gedanken gerade in diesen Tagen darum, ob 2019 das Glücksjahr für sie werden wird. Das Jahr, in dem sich endlich ihr sehnlichster Wunsch, ein Kind zu bekommen, erfüllt. Große Hoffnungen sind also mit einem Jahresanfang verbunden, doch bei Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch können gerade in dieser Zeit auch Zweifel, Wut und Trauer hochkommen. Auch dies sind natürliche Reaktionen auf ein Lebensereignis, das so schwer zu steuern ist oder gar unter Kontrolle zu bringen wäre.

Wenn Sie das Gefühl haben, ein bisschen Unterstützung könnte Ihnen allein oder gemeinsam als Paar gut tun, dann ist ein Neues Jahr auch die Gelegenheit, den Trott zu durchbrechen und neue Wege auszuloten. Gerne erarbeite ich gemeinsam mit Ihnen individuelle Strategien, wie Sie gut die nächsten Schritte planen und genügend Kraft für den Alltag behalten werden. Ich erlebe es in meiner Praxis täglich: die Systemische Kinderwunschberatung wirkt – und dies sind aus meiner Sicht die wesentlichen drei Gründe dafür:

  1. Hinderliche Gedankenkarusselle werden beruhigt, vitale Glaubenssätze etabliert und der Zugang zu Ihren Stärken und Fähigkeiten wird aktiviert.
  2. Eine neue Art des Umgangs mit der herausfordernden Lebenssituation wird entwickelt, so dass Sie wieder ihre individuellen Potentiale und die Ihrer Partnerschaft entfalten und ausschöpfen können.
  3. Klarheit, emotionale Stabilität und mehr Gelassenheit ermöglichen Ihnen wieder einen liebvollen Umgang mit sich selbst und Ihrem Partner gegenüber.

So werden vielleicht auch Sie in diesem Jahr Erleichterung durch die Systemische Kinderwunschberatung finden, und “Neue Tänze” wagen. Diese Metapher aus der systemischen Gedankenwelt gefällt mir gut, weil das Tanzen das Leichte versinnbildlicht – für Kopf, Bauch und das Herz. Und dies im Übrigen völlig unabhängig davon, ob sie alleine tanzen möchten oder als Paar gemeinsam. Auch wenn Sie allein in meine Kinderwunschberatung kommen möchten, werden die positiven Effekte in Ihrem Leben, Ihrem Umfeld und innerhalb Ihrer Partnerschaft zu spüren sein.

20 Dez

Ohne das gewünschte Kind Weihnachten feiern – Als Paar zusammen bleiben

Die Weihnachtszeit erleben viele Menschen mit Kinderwunsch als schwere und belastete Zeit, alles erinnert an die große Sehnsucht, die sich im Leben bisher noch nicht erfüllt hat, die Geburt des eigenen Kindes. Familienbesuche müssen überstanden werden, Nichten und Neffen toben vielleicht durch das Haus der Eltern, und der Trubel kann angesichts der eigenen Trauer phasenweise zu viel werden. Dann ist es gut, wenn Sie im Vorfeld und gemeinsam als Paar aktiv für sich sorgen und gestalten, wie das Weihnachtsfest auch gut für Sie beide werden kann.

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie selbstverständlich mir meine Klientinnen und Klienten erzählen, dass sie sich am Weihnachtsabend trennen, um in ihren Herkunftsfamilien den Heiligen Abend zu verbringen. Sie verzichten also darauf, die Partnerin bzw. den Partner an einem solch emotionalen Abend an der Seite zu haben, dies sogar auch wenn sie schon seit einigen Jahren verheiratet sind. In meinen Augen hat es aber einen Wert, sich auch als Paar ohne Kinder bewusst dafür zu entscheiden, Weihnachten gemeinsam zu feiern, zu zeigen: wir gehören zusammen! Wir sind bereits Familie! Und dies zeigen wir auch selbstbewusst nach Außen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Ihrer Liebe und Ihren Lieben ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes glückliches Neues Jahr!

29 Nov

Aktuelles IVF-Register veröffentlicht – Durchschnittsalter der Frau bei Behandlungsbeginn gestiegen

Das Alter der Frau bleibt der entscheidende Faktor für den Erfolg von reproduktionsmedizinischen Behandlungen. Dies ist eine der zentralen Botschaften des aktuellen IVF-Registers, in dem seit 1992 die übermittelten Daten von nahezu allen in Deutschland tätigen reproduktionsmedizinischen Einrichtungen dargestellt werden. Während die Schwangerschaftsraten bei Frauen unter 30 Jahren über 40 % pro Embryonentransfer liegt, nimmt die Wahrscheinlichkeit ab 34 Jahren kontinuierlich ab. Mit 43 Jahren reduziert sich diese Wahrscheinlichkeit auf 8 %. Auffällig ist auch die seit Jahren erstmals gesunkene Lebendgeburtenrate trotz steigender Schwangerschaftsraten. Dies liegt vermutlich an dem innerhalb von zehn Jahren um ein ganzes Jahr angestiegenen Durchschnittsalter der Frau bei Behandlungsbeginn: im Schnitt lag dies im Jahr 2016 bei 35,5 Jahren.

Das aktuelle IVF-Register zum Download: die wichtigsten Ergebnisse finden Sie auf Seite 8 bis 13 kurz und knapp zusammengefasst:

https://www.deutsches-ivf-register.de/jahrbuch.php

12 Nov

Michelle Obama spricht über Fehlgeburt und IVF – Ein Interview mit mir in Bayern2

“Becoming” – so heißt die Biografie von Michelle Obama, die mit Spannung in den USA erwartet und morgen veröffentlicht wird. Die ehemalige First Lady schreibt in ihren Memoiren auch über die schmerzlichen Erfahrungen bei der Familienbildung mit Barack Obama. In einem bereits vorab veröffentlichten Interview gibt sie intime Einblicke in die Zeit mit Mitte Dreißig, als sie eine Fehlgeburt erlitten hat. Ihre beiden Töchter, auch dies verschweigt Michelle Obama nicht, verdankten sie und ihr Mann auch der assistierten Fortpflanzungsmedizin und In-vitro-Fertilisation. In einer Eheberatung habe sie damals gelernt, wie sie die anstrengende Kinderwunschphase gut bewältigen kann. Dies indem sie begonnen habe ihre eigenen Bedürfnisse mehr zu achten und sich gut um sich selbst zu kümmern.

Bayern2 sendet morgen die offenen Worte von Michelle Obama, und nimmt dies zum Anlass, um über das Thema Kinderwunsch und die Auswirkungen auf die Partnerschaft zu sprechen. Ich freue mich über die Einladung als Studiogast. Das Interview wird morgen zwischen 11.30 und 12 Uhr in der Hörfunksendung “Notizbuch” in Bayern2 zu hören sein.

Hier können Sie das Interview nachhören: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/fehlgeburt-und-ivf-gespraech-mit-kinderwunschberaterin-bettina-klenke-lueders-100.html

 

07 Nov

Unser Kind – TV-Tipp

“Unser Kind” heißt der Spielfilm, den die ARD heute Abend um 20.15 Uhr ausstrahlt. Das Thema: die gesetzliche Grundlage der Elternschaft in einer lesbischen Ehe und die Frage, was mit dem Kind geschieht, nachdem die leibliche Mutter bei einem Autounfall verstorben ist. Denn anders als bei heterosexuellen Ehen hat eine homosexuelle Ehepartnerin nicht automatisch das Sorgerecht für das gemeinsame Wunschkind. Diesen Rechtsstatus können gleichgeschlechtliche eingetragene Ehe- bzw. Lebenspartner bisher noch immer ausschließlich über die Adoption des Kindes erhalten – nur dann ist die “Co-Elternschaft” auch rechtlich garantiert.

ttps://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/sendung/unser-kind-100.html

18 Okt

Späte Mütter – Trend verfestigt sich in den Industrieländern

Durchschnittlich über 30 Jahre alt sind Frauen in Industrieländern, wenn sie ihr erstes Kind zur Welt bringen. Dies geht aus dem neuen UN-Weltbevölkerungsbericht hervor. Zum Vergleich: in den 70er Jahren waren Erstgebärende im Schnitt zwischen 24 und 26 Jahren alt. Sie wurden also schwanger in einer Phase, in der biologisch gesehen noch die fruchtbarsten Jahre der Frau liegen. Gut ausgebildete Frauen heutzutage verschieben ihren Kinderwunsch nach hinten, um beruflich überhaupt Fuß fassen zu können. Die erhoffte Kinderzahl bleibt in den Industrieländern mit durchschnittlich 1,7 Kindern häufig hinter der gewünschten Vorstellung zurück. In den ärmsten Ländern der Welt, so der UN-Report, sehe dieser Zusammenhang umgekehrt aus: dort bekämen viele Frauen mehr Kinder als sie sich wünschten. Aber auch dort gebe es den unerfüllten Kinderwunsch, der auf eine weltweite mangelnde Verwirklichung der “reproduktiven Rechte” zurückzuführen sei. Um diese Entwicklung aufzuhalten, wird beispielsweise empfohlen die reproduktive Gesundheit zu einem integralen Bestandteil der Gesundheitsversorgung zu machen.

Weitere Details zum UN-Weltbevölkerungsbericht: https://www.dsw.org/unfpa-weltbevoelkerungsbericht-2018-2/

https://www.dsw.org/wp-content/uploads/2018/10/Infoblatt_Handlungsempfehlungen.pdf

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/98562/Frauen-in-Industrielaendern-bringen-Kinder-immer-spaeter-zur-Welt?token=99c0c02483eec1935a6341b2b35a44aa

 

17 Okt

Anerkennung der rechtlichen Elternschaft nach Leihmutterschaft – BGH betont Kindeswohl

Wunscheltern, denen bereits im Ausland die rechtliche Elternschaft zuerkannt worden ist, müssen in Deutschland nicht mehr auf diesen Status verzichten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem nun veröffentlichten Beschluss entschieden. Im aktuellen Fall hatte ein Paar aus Deutschland eine Leihmutter aus den USA beauftragt, Zwillinge aus anonymen Eizellspenden und den Samen des Ehemannes auszutragen. Die Leihmutter, so die Argumentation der Richter, habe im Gegensatz zu den Wunscheltern kein Interesse daran, sich um die Kinder zu kümmern. Zwar seien in Deutschland im Gegensatz zur USA Leihmutterschaften nicht erlaubt, das US-Urteil weiche also von der deutschen Rechtsprechung ab. Allerdings, so die Begründung des BGH, sei die Entscheidung der US-Richter mit der wesentlichen Rechtsauffassung des deutschen Rechts vereinbar und aus diesem Grund in Deutschland gültig.

Weitere Hintergründe zu dem Urteil finden Sie in diesen Artikeln: https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/recht/article/973610/bundesgerichtshof-elternschaft-eizellspende.html

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bgh-xiizb22417-leihmutterschaft-eltern-gericht-entscheidung-usa-anerkannt/

 

15 Okt

Kinder machen – Dokumentarfilm hinter den Kulissen der Reproduktionsmedizin

“Einen Science-Fiction der Gegenwart” versprechen die Programm-Macher über den Dokumentarfilm “Kinder machen”, der heute Abend in 3sat ausgestrahlt wird. Der Film beleuchtet die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin und will dabei die gesellschaftlichen, politischen und ethischen Dimensionen des Themas transparent machen.

Zu sehen ist der Film heute Abend ab 22.25 Uhr bis 23.45 Uhr in 3sat: https://programm.ard.de/TV/3sat/kinder-machen/eid_28007914702478

 

01 Okt

Spermienqualität belastet – Alltagschemikalien verstärken sich gegenseitig

Hormonell wirksame Chemikalien, sog. endokrine Disruptoren (EDC), sind in vielen Lebensmitteln, im Haushalt und in Körperpflegeprodukten zu finden. Diese Substanzen können die Spermienqualität negativ beeinflussen und bis zur Unfruchtbarkeit des Mannes führen. Nun hat ein deutsch-dänisches Forscherteam einen weiteren alarmierenden Zusammenhang herausgefunden: werden diese Chemikalien kombiniert, summieren sich die Einzelwirkungen nicht nur, sondern sie verstärken sich gegenseitig beträchtlich. Die Wissenschaftler plädieren nun dafür, das neue Studienergebnis bei der Bestimmung der zulässigen Grenzwerte künftig zu berücksichtigen.

Weitere Einzelheiten unter diesem Link: https://www.profamilia.de/newsletter/service/einzelansicht/article/alltagschemikalien-schaedigen-spermien-und-verstaerken-sich-gegenseitig.html?noMobile=1&cHash=d3e0008f6c0c7a73b3de5cbeac4345e9

11 Sep

Neue Studie – Gesundheit der Kinder nach künstlicher Befruchtung

Forscher aus der Schweiz haben die Gesundheit von Kindern untersucht, die durch assistierte Reproduktionsmedizin gezeugt wurden. In ihrer Studie kommen sie zu dem Ergebnis, dass sie ein größeres Risiko haben an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken als natürlich gezeugte Kinder. Allerdings stützt sich die Studie aus der Schweiz nur auf eine kleine Stichprobe. In der Vergangenheit hatte es bereits Hinweise gegeben, dass die langfristige Gesundheit der Kinder, die durch assistierte Reproduktionsmedizin gezeugt wurden, eingeschränkt sein kann.

Weitere Hintergründe finden Sie in diesem interessanten Artikel: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-09/kuenstliche-befruchtung-zeugung-kinderwunsch-fortpflanzung-kinder-gesundheit