29 Mrz

Trendwende – Mehr Geburten in Deutschland

2016 wurden in Deutschland 792 131 Kinder geboren, das sind 7 % mehr Babys als 2015. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg die Anzahl der Neugeborenen damit das fünfte Jahr in Folge und erreichte wieder das Niveau von 1996. In den westdeutschen Bundesländern stieg die Zahl durchschnittlich um 8 % im Vergleich zu Ostdeutschland mit 4 %.

Diese Trendwende liegt nicht nur an der Zuwanderung, viele Frauen entscheiden sich inzwischen später Mütter zu werden. So ist der Geburtenanstieg vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen im Alter zwischen 30 und 37 Jahren häufiger Kinder bekommen. Sie hatten im jüngeren Alter deutlich weniger Kinder zur Welt gebracht als Frauen älterer Jahrgänge und realisieren derzeit unter günstigen familienpolitischen und wirtschaftlichen Bedingungen ihre Kinderwünsche mit höherer Intensität. Hinzu kommt, dass es aktuell mehr potenzielle Mütter in diesem wichtigen gebärfähigen Alter gibt. Die zusammengefasste Geburtenziffer lag 2016 bei 1, 59 Kindern je Frau. Das ist der höchste gemessene Wert seit 1973 und deutlich höher als 2015. Mit dieser Quote kann prognostiziert werden, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre, wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr.

Weitere Informationen und Hintergründe finden Sie hier: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Geburten/Geburten.html

https://www.ksta.de/wirtschaft/familie-hoechste-geburtenrate-seit-45-jahren-29940872

26 Feb

Mehr Reproduktionsmedizin – Weniger Adoptionen

Die Zahl der Inlandsadoptionen ist in Deutschland rückläufig, innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl der Bewerber, die ein Kind adoptieren möchten, nahezu halbiert. Doch trotz dieser Entwicklung kommen durchschnittlich immer noch sechs Bewerberpaare auf ein Kind. Zukünftig werden darunter mehr Regenbogenfamilien sein, da seit letztem Jahr durch das Gesetz der “Ehe für Alle” lesbische und homosexuelle Ehepaare nun auch gemeinsam ein Kind adoptieren dürfen. Der Weg über die Annahme eines Pflegekindes elterliche Verantwortung zu übernehmen, stand ihnen genauso wie alleinstehenden Menschen bereits zuvor offen.

Auch immer weniger Menschen entscheiden sich für eine Auslandsadoption: innerhalb von vier Jahren im  Zeitraum von 2010 bis 2014 konnte ein Rückgang um 57 % beobachtet werden. Es ist davon auszugehen, dass die verbesserten Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin einen Einfluss auf diesen rückläufigen Trend im Adoptionswesen haben. Dass dies ohnehin stark reformierungsbedürftig ist, das habe auch ich in den letzten Jahren auf politischer Ebene angemahnt. Erfreulich ist, dass dem Bundesfamilienministerium inzwischen die Ergebnisse des Expertise- und Forschungszentrums Adoption vorliegen und damit die wesentlichen Kernpunkte zur Weiterentwicklung und Modernisierung des Adoptionswesens klar benannt sind. Das kompakte Thesenpapier mit den Reformpunkten können Sie hier einsehen: https://www.bmfsfj.de/blob/120132/eba5d18547a3e292f4403ecbdda4a846/kernpunktepapier-efza-adoption-data.pdf

Weitere Hintergründe zu den Entwicklungen im Adoptionsbereich auch im Hinblick auf die Reproduktionsmedizin findet sich in diesem interessanten Artikel:  https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/kinderwunsch-weniger-adoptionen-in-deutschland-aber-mehr-kinder-von-leihmuettern/20974454.html

21 Feb

Vernetzt – Meine Beratung beim Münchner Netzwerk Kinderwunsch

Meine Praxis für Systemische Kinderwunschberatung und die Einzelheiten zu meinem Beratungsangebot finden sich jetzt auch online beim Münchner Netzwerk Kinderwunsch. Seit letztem Jahr bin ich in das Netzwerk aufgenommen worden, es ist ein multiprofessioneller Zusammenschluss von Fachfrauen unterschiedlicher Berufsgruppen, darunter finden sich Therapeutinnen, Ärztinnen, Heilpraktikerinnen, Sozialpädagoginnen und Psychologinnen, die sich auf das Thema Kinderwunsch spezialisiert haben. Der fachübergreifende und kollegiale Austausch bereichert meine tägliche Arbeit als Kinderwunschberaterin. Auch durch diese aktive Vernetzung bleibe ich auf dem neuesten Stand bei allen schul- und komplementärmedizinischen, sozialen, umweltbedingten, psychologischen, spirituellen und ethischen Aspekten der ungewollten Kinderlosigkeit.

Das Münchner Netzwerk Kinderwunsch und alle Veranstaltungen finden Sie hier: http://www.muenchner-netzwerk-kinderwunsch.de/

 

 

23 Jan

Kostenpunkt Kinderwunsch – Förderhilfen online checken

Eine Kinderwunschbehandlung ist meist mit hohen Kosten verbunden. Verheiratete Paare können einen Teil über die Krankenkasse abrechnen. Unverheiratete Paare erwartet in der Regel keinerlei finanzielle Entlastung. Viele Paare können sich den hohen Eigenanteil nicht leisten.

Um die Kosten für Paare mit Kinderwunsch abzufedern, stellt der Bund auch in Zusammenarbeit mit den Ländern finanzielle Mittel für die Inanspruchnahme reproduktionsmedizinischer Behandlungen zur Verfügung. Bislang beteiligen sich sechs Bundesländer an dieser Förderinitiative, allerdings gelten in jedem Land unterschiedliche Antragsvoraussetzungen und auch die Höhe der finanziellen Hilfen variiert.

Um sich schnell einen individuellen Überblick zu verschaffen, welche konkreten Fördermaßnahmen zu erwarten sind, gibt es jetzt auf dem Informationsportal Kinderwunsch des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einen Förder-Check. In acht Schritten können Paare online herausfinden, ob für sie grundsätzlich die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung in ihrem Bundesland besteht.

Hier geht es zum Förder-Check:

http://www.informationsportal-kinderwunsch.de/unterstuetzung-foerder-check/

 

18 Jan

Kinderwunsch! – Beratung auch für Sie?

Das Neue Jahr nimmt Fahrt auf, und Menschen mit Kinderwunsch fragen sich, ob 2018 endlich ihr Glücksjahr werden wird. Hoffen und Bangen, die Achterbahn der Gefühle im Kinderwunschzentrum und trotzdem den Alltag irgendwie in den Griff bekommen… Wenn doch all das endlich der Vergangenheit angehören würde…!

Die Herausforderungen, die Menschen mit Kinderwunsch häufig bereits jahrelang bewältigen müssen, können zu einer Erschöpfung und Belastung der Partnerschaft führen. Vielleicht möchten Sie in diesem Jahr neue Wege beschreiten und professionelle und einfühlsame Unterstützung zulassen?

Professionell zuhören – Einfühlsam fragen – Gemeinsam Lösungen finden

Meine Kinderwunschberatung schafft Erleichterung bei der individuellen Bewältigung, hilft bei der Entscheidungsfindung und öffnet den Blick für neue Lösungsoptionen. Es ist wissenschaftlich erwiesen: bei der Mehrzahl der Klienten wird die emotionale Belastung durch eine professionelle Kinderwunschberatung deutlich reduziert – und dies bereits nach einer bis fünf Sitzungen.

Wenn Sie herausfinden möchten, ob mein Angebot als Kinderwunschberaterin auch Sie entlasten kann, vereinbaren Sie gerne ein kostenfreies halbstündiges Erstgespräch mit mir! Ich freue mich, Sie ein Stück Ihres Weges zu begleiten!

24 Dez

Unheilige Gefühle – Kinderwunsch und Weihnachten

Happy Family, leuchtende Kinderaugen und allen voran das Kind in der Krippe…die Weihnachtszeit ist für Menschen, die sich sehnlich ein Kind wünschen, häufig die anstrengendste Zeit des Jahres. Weihnachten ist das Fest der Familie und genau dieses Thema ist für Menschen mit Kinderwunsch belastet.

Es gibt keine Patentrezepte, wie es gelingt, das Weihnachtsfest gut zu überstehen. Manche Paare fliegen in den Süden und entscheiden sich bewusst dafür “auszusteigen”. Andere wissen schon jetzt, dass für sie nur ein kleines Zimmer im Elternhaus reserviert sein wird. Den Vortritt hat die Familie der Schwester mit den beiden Kindern.

Ohnmacht und Trauer aber auch Wut und Neid sind häufig Gefühle, für die sich Menschen mit Kinderwunsch schämen. Eine überaus menschliche Strategie ist es dann, diese schweren Gefühle wegzudrücken und zu verdrängen. Doch das kostet enorm viel Kraft, die einem dann nicht mehr zur Verfügung steht.

Ich möchte Sie ermutigen, in der kommenden Zeit gut für sich zu sorgen und zu diesen Gefühlen zu stehen, vor sich selbst und vielleicht auch dem Partner gegenüber. Denn Gefühle können sich beruhigen und verwandeln, wenn sie einen Platz erhalten.

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und ein gesundes glückliches Neues Jahr!

15 Dez

Rasante Entwicklung – Geburtenanstieg nach IVF

Das Deutsche IVF-Register, in dem alle reproduktionsmedizinischen Maßnahmen erfasst werden, hat die aktuellen Zahlen veröffentlicht, die eine rasante Entwicklung zeigen. Innerhalb von wenigen Jahren haben sich die Geburtszahlen nach IVF fast verdreifacht. Wesentlicher Einflussfaktor für den Erfolg einer künstlichen Befruchtung bleibt das Alter der Frau.

Weitere Hintergründe finden Sie in diesem Artikel:

http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/kuenstliche-befruchtung-2015-wurden-mehr-als-20-000-babys-geboren-a-1183272.html

 

30 Nov

Mein Vater, der Samenspender – TV-Tipp

“Mein Vater der Samenspender” heißt der Film, den die ARD am Sonntag um 17.30 Uhr zeigt. Portraitiert wird der 37-jährige Jörg Seerig, der mit Hilfe einer anonymen Samenspende gezeugt wurde. Ihn treibt die Frage um, wer sein genetischer Vater ist, die Suche nach dem Unbekannten prägt sein Leben.

Ein Schicksal, das an die 100 000 andere Menschen teilen, die in den letzten Jahrzehnten in Ost- und Westdeutschland mit Hilfe einer Spendersamenbehandlung gezeugt wurden. Jeder Mensch hat ein Recht auf Wissen über seine Herkunft. Das hat das Bundesverfassungsgericht 1989 entschieden. Doch erst ab kommenden Jahr und zwar ab Juli 2018 wird durch das Samenspenderregistergesetz gesetzlich sichergestellt, dass Menschen, die mit Hilfe einer Samenspende gezeugt wurden, ihr Recht auf Kenntnis der Abstammung verwirklichen können. Zukünftig erhalten sie Auskunft über den Spender, wenn sie dies wünschen.

Mehr Infos zum Film auch unter diesem Link: http://programm.ard.de/TV/Programm/Sender/?sendung=28721387227446

27 Nov

Familie im Wandel – Neue Formen von Elternschaft

Mutter, Vater und zwei Kinder – das klassische Familienmodell hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Das Deutsche Jugendinstitut widmet sich in seiner aktuellen Magazinausgabe DJI Impulse den veränderten Formen von Elternschaft mit den daraus resultierenden Herausforderungen. Neben den leiblichen Eltern sorgen immer öfter soziale Mütter und Väter für den Nachwuchs. Sie sind zwar nicht verwandt, übernehmen aber Verantwortung für Kinder. Dennoch orientierten sich Recht, Politik und Gesellschaft immer noch stark am Leitbild der bürgerlichen Kleinfamilie, so die Autorinnen und Autoren. Die Blutsverwandtschaft, die bislang ausschlaggebend für geltendes Recht war, verliere auch angesichts der Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin an Bedeutung. Eine fundamentale Veränderung der Gesellschaft sei die Folge.

Hintergründig und interessant ist auch das Online-Dossier des DJI zu den verschiedenen Formen der Elternschaft. Der Kulturwissenschaftler Andreas Bernard erklärt beispielsweise in einem Audio-File, wie  sich das Verständnis von Familie und Elternschaft wandelt, indem Kinder immer häufiger mit medizinischer Unterstützung gezeugt werden. Unter diesem Link finden Sie die Downloads:

https://www.dji.de/medien-und-kommunikation/news/news/article/neue-formen-von-elternschaft-1.html