01 Okt

Spermienqualität belastet – Alltagschemikalien verstärken sich gegenseitig

Hormonell wirksame Chemikalien, sog. endokrine Disruptoren (EDC), sind in vielen Lebensmitteln, im Haushalt und in Körperpflegeprodukten zu finden. Diese Substanzen können die Spermienqualität negativ beeinflussen und bis zur Unfruchtbarkeit des Mannes führen. Nun hat ein deutsch-dänisches Forscherteam einen weiteren alarmierenden Zusammenhang herausgefunden: werden diese Chemikalien kombiniert, summieren sich die Einzelwirkungen nicht nur, sondern sie verstärken sich gegenseitig beträchtlich. Die Wissenschaftler plädieren nun dafür, das neue Studienergebnis bei der Bestimmung der zulässigen Grenzwerte künftig zu berücksichtigen.

Weitere Einzelheiten unter diesem Link: https://www.profamilia.de/newsletter/service/einzelansicht/article/alltagschemikalien-schaedigen-spermien-und-verstaerken-sich-gegenseitig.html?noMobile=1&cHash=d3e0008f6c0c7a73b3de5cbeac4345e9

11 Sep

Neue Studie – Gesundheit der Kinder nach künstlicher Befruchtung

Forscher aus der Schweiz haben die Gesundheit von Kindern untersucht, die durch assistierte Reproduktionsmedizin gezeugt wurden. In ihrer Studie kommen sie zu dem Ergebnis, dass sie ein größeres Risiko haben an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken als natürlich gezeugte Kinder. Allerdings stützt sich die Studie aus der Schweiz nur auf eine kleine Stichprobe. In der Vergangenheit hatte es bereits Hinweise gegeben, dass die langfristige Gesundheit der Kinder, die durch assistierte Reproduktionsmedizin gezeugt wurden, eingeschränkt sein kann.

Weitere Hintergründe finden Sie in diesem interessanten Artikel: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-09/kuenstliche-befruchtung-zeugung-kinderwunsch-fortpflanzung-kinder-gesundheit

17 Jul

Entlastend – Stress hat keinen Einfluss auf Schwangerschaftsergebnis nach ART

“Entspannt Euch doch einfach mal, dann wird es schon klappen…” Es gibt kaum einen Menschen mit Kinderwunsch, der diesen Ratschlag nicht schon einmal gehört hat. Ratschläge können auch Schläge sein, und dieser Tipp wirkt alles andere als entlastend. Frauen und Männer mit unerfülltem Kinderwunsch grübeln häufig selbst, ob es am Stress liegen könnte, wenn die Behandlungen im Kinderwunschzentrum bisher noch nicht erfolgreich gewesen sind.

In einer Studie aus den USA ist nun der Einfluss von emotionalem Stress auf das Schwangerschaftsergebnis nach assistierter Reproduktionstechnologie (ART) untersucht worden. Die Fakten sind eindeutig und entlastend:

  • Angst im Vorfeld der reproduktionsmedizinischen Maßnahmen zur Behandlung der Unfruchtbarkeit hat keinen Einfluss auf das Schwangerschaftsergebnis
  • Depressive Symptome vor dem Beginn der Kinderwunschbehandlung haben keinen Einfluss auf das Schwangerschaftsergebnis
  • Wahrgenommener Stress vor dem Beginn der Kinderwunschbehandlung hat keinen Einfluss auf das Schwangerschaftsergebnis
  • Angst und depressive Symptome während der reproduktionsmedizinischen  Maßnahmen haben keinen Einfluss auf das Schwangerschaftsergebnis

Weitere Details zu der Studie finden Sie hier in Englisch: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0277953618303411?via%3Dihub

10 Jul

Urteil zu Leihmutterschaft – Anerkennung der Kinder in Deutschland

Die Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Die Elternschaft für Kinder, die über eine Leihmutter im Ausland geboren werden, muss aber in Deutschland rechtlich anerkannt werden. So urteilte jetzt das Landgericht Hildesheim im Fall eines homosexuellen Paares. Die beiden Männer hatten auf Anerkennung ihrer Vaterschaft für die durch eine Leihmutter in den USA ausgetragenen Kinder geklagt und Recht erhalten.

Weitere Details zu diesem Urteil finden Sie hier: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96311/Deutschland-muss-per-Leihmutter-geborene-Kinder-anerkennen

03 Jul

Endlich Rechtssicherheit – Samenspenderregistergesetz in Kraft

Menschen, die durch eine Samenspende gezeugt wurden, haben nun endlich Rechtssicherheit über ihre genetische Abstammung. Der Samenspender kann nicht mehr anonym bleiben. Denn seit Juli gilt das neue Samenspenderregistergesetz. Die durch Samenspende gezeugten Personen können also künftig selbst entscheiden, ob sie Auskunft über die Identität des leiblichen Vaters erhalten möchten.

Beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (Dimdi) in Köln werden die entsprechenden Personenangaben über Samenspender und Empfängerin 110 Jahre gespeichert. Gleichzeitig kann der Samenspender nun nicht mehr als rechtlicher Vater belangt werden und etwa in Fragen des Sorgerechts, von Unterhaltszahlungen oder Erbschaftsangelegenheiten herangezogen werden.

Weitere Hintergründe finden sich in diesen beiden Artikeln: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/96192/Bundesweites-Samenspenderregister-gestartet

http://www.sueddeutsche.de/panorama/samenspende-anonym-bleiben-geht-nicht-mehr-1.4036332

28 Jun

Paartherapie entlastet – Auch beim Thema Kinderwunsch

Wenn der unerfüllte Kinderwunsch den Alltag überschattet, dann können Menschen an ihre Grenzen geraten. Eine liebevolle Beziehung kann durch die Sehnsucht nach einem Kind auch aus dem Lot geraten. Manchmal ist es schwer, zwar gemeinsam unter der ungewollten Kinderlosigkeit zu leiden, aber ganz anders mit der Krise umzugehen. In der Regel trennen sich Paare nicht aufgrund des unerfüllten Kinderwunsches, doch ist das Thema eine schwere Belastungsprobe. In einer Paartherapie können eingefahrene Argumentationsketten hinterfragt werden, neue gemeinsame Wege im Umgang mit den Herausforderungen gefunden und Konflikte gelöst werden. Und dies ist in der Regel vielversprechend: Schätzungen gehen davon aus, dass 40 Prozent der Trennungen mit einer Paartherapie verhindert werden können.

Wichtigstes Kriterium für den Erfolg einer Paartherapie ist dabei: die Chemie zwischen dem Paar und dem Therapeuten muss stimmen. Aus diesem Grund biete ich Ihnen zum Kennenlernen ein kostenfreies Vorgespräch an. So können Sie herausfinden, ob wir zueinander passen.

Einen interessanten Einblick, was Sie bei einer Paartherapie erwartet, gibt eine Hörfunk-Sendung in SWR2. Hier der Link zum Download: https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/paartherapien/-/id=660374/did=21400316/nid=660374/1y3rhw2/index.html

 

06 Jun

Mütter werden immer älter – Reproduktionsmediziner warnen

Nur noch 52,2% aller Frauen bekommen ihr erstes Baby vor ihrem 30. Geburtstag, im Jahr 2009 waren es dagegen noch 58,3%. Immer mehr Frauen verschieben die Erfüllung ihres Kinderwunsches in ihr viertes oder auch fünftes Lebensjahrzehnt in der Annahme, dass sie bis zu ihrem 40. Lebensjahr und noch weit darüber hinaus Zeit haben für die Familiengründung.

Unsere steigende Lebenserwartung verändert den Lebenszyklus, das “fruchtbare Fenster” aber verändert sich trotz aller medizinischen Fortschritte nicht. “Hier gibt es biologische Grenzen, die auch die moderne und erfolgreiche Kinderwunschmedizin nicht außer Kraft setzen kann”, so Dr. med. Ulrich Hilland, Vorsitzender des Bundesverbandes Reproduktionsmedizinischer Zentren (BRZ). “Zu glauben und zu hoffen, dass man mit Social Freezing und anderen Maßnahmen die Zeitspanne für das Kinderkriegen wesentlich verlängern kann, ist ein oft folgenschwerer Irrtum. Auch wenn eine Frau mit 45 Jahren noch schwanger werden kann, liegt das Risiko, dass die Schwangerschaft in eine Fehlgeburt mündet, bei 70 % und darüber.”

2,4 Prozent aller Frauen sind bei der Geburt ihres ersten Kindes 40 Jahre oder älter. Dieser Prozentsatz bleibt seit vielen Jahren konstant. Das hat vor kurzem das Statistische Bundesamt bekanntgegeben.

Weitere Hintergründe zum Thema findet sich in der gemeinsamen Pressemitteilung des Berufsverbandes der Frauenärzte und des Bundesverbandes Reproduktionsmedizinischer Zentren:                                           http://www.bvf.de/presse_info.php?r=2&m=0&s=0&artid=570 

Auch dieser Artikel informiert zum Thema:                                            https://www.morgenpost.de/web-wissen/article214483355/Frauen-verschieben-Kinderwunsch-immer-weiter-nach-hinten.html

29 Mai

Kraft und Zuversicht für Paare – Das Tagesseminar in der Kinderwunschzeit

Die Kinderwunschzeit ist anstrengend, das ständige Auf und Ab der Gefühle belastet auch die Partnerschaft. Grund genug sich bewusst Zeit zu nehmen, um aufzutanken für den oftmals beschwerlichen Alltag in der Kinderwunschzeit.

Im Oktober gestalten meine Kollegin Doris Wallraff und ich erneut ein Tagesseminar für Paare in der Kinderwunschzeit, damit Sie und Ihr Partner wieder gemeinsam Zuversicht schöpfen. Wir entwickeln mit Ihnen wirksame Bewältigungsstrategien, wie Sie diese Phase Ihres Lebens besser meistern können, und informieren Sie über Alternativen zum leiblichen Wunschkind. Sie erhalten gesicherte Informationen über die Themenbereiche Adoption, Pflegschaft, Samen-, Eizell- sowie Embryonenspende. In dem Tagesseminar bieten wir Ihnen einen geschützten Rahmen, damit Sie sich mit anderen betroffenen Frauen und Männern austauschen können. Ein Tag, der Sie und Ihre Partnerschaft entlasten wird!

Termin

Samstag, 20. Oktober 2018 in Stockdorf (bei München)
10.00 bis 19.00 Uhr

Weitere Informationen finden Sie auch hier:  https://www.kinderwunschberaterin.de/wunschkind/

 

29 Mrz

Trendwende – Mehr Geburten in Deutschland

2016 wurden in Deutschland 792 131 Kinder geboren, das sind 7 % mehr Babys als 2015. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg die Anzahl der Neugeborenen damit das fünfte Jahr in Folge und erreichte wieder das Niveau von 1996. In den westdeutschen Bundesländern stieg die Zahl durchschnittlich um 8 % im Vergleich zu Ostdeutschland mit 4 %.

Diese Trendwende liegt nicht nur an der Zuwanderung, viele Frauen entscheiden sich inzwischen später Mütter zu werden. So ist der Geburtenanstieg vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen im Alter zwischen 30 und 37 Jahren häufiger Kinder bekommen. Sie hatten im jüngeren Alter deutlich weniger Kinder zur Welt gebracht als Frauen älterer Jahrgänge und realisieren derzeit unter günstigen familienpolitischen und wirtschaftlichen Bedingungen ihre Kinderwünsche mit höherer Intensität. Hinzu kommt, dass es aktuell mehr potenzielle Mütter in diesem wichtigen gebärfähigen Alter gibt. Die zusammengefasste Geburtenziffer lag 2016 bei 1, 59 Kindern je Frau. Das ist der höchste gemessene Wert seit 1973 und deutlich höher als 2015. Mit dieser Quote kann prognostiziert werden, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre, wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr.

Weitere Informationen und Hintergründe finden Sie hier: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Geburten/Geburten.html

https://www.ksta.de/wirtschaft/familie-hoechste-geburtenrate-seit-45-jahren-29940872