03 Apr

Kinderwunschbehandlung im Ausland und ihre Konsequenzen – Hörtipp

Wieso sind Samen- oder Embryonenspende in Deutschland rechtlich möglich, das Spenden einer Eizelle aber verboten? Was bedeutet es für das Kindeswohl, wenn das Recht auf Wissen um die eigene Herkunft im Ausland nicht gewahrt wird? Und welchen Belastungen sind Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ausgesetzt?

Die Hörfunksendung Theo.Logik in Bayern 2 beleuchtet heute Abend, welche Konsequenzen die Kinderwunschbehandlung im Ausland hat und welche neuen, grenzüberschreitenden ethischen Konflikte sich dabei auftun. Ich freue mich über die Einladung als Interviewpartnerin und das Gespräch mit Moderator Wolfgang Küpper.

Sendetermin: Heute Abend in Bayern 2 ab 21.05 Uhr bis 22 Uhr. Weitere Infos zur Sendung finden Sie hier:

http://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-989230.html

Die Sendung ist nach der Ausstrahlung auch als Podcast zu finden unter:

http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-theologik.shtml

 

17 Jun

Perspektiven in der Kinderwunschzeit – Was, wenn es nicht klappt?

Diese Frage beschäftigt viele Paare in der Kinderwunschzeit und ist häufig mit diversen Ängsten verbunden. Aus diesem Grund wird sie meist schnell wieder beiseite geschoben. Dabei ist es so hilfreich, Antworten darauf zu finden. So freue ich mich über die Kooperation mit dem Verein Wunschkind, der unser Seminar Zuversicht und Perspektiven in der Kinderwunschzeit anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums unterstützt und einen Großteil der Seminarkosten für Sie übernimmt. Einige Plätze sind momentan noch frei. In dem Seminar, das meine Kollegin Doris Wallraff und ich gemeinsam im November in Nürnberg gestalten werden,  können Sie sich konstruktiv mit diesem wichtigen Lebensthema auseinandersetzen.

So gehen wir auf Ihre Interessen ein: vielleicht planen Sie inzwischen ein Leben ohne Kinder oder beschäftigen sich mit Alternativen zum leiblichen Kind. Nur wer weiß, wie ein möglicher Weg aussieht, kann sich auch ernsthaft damit auseinander setzen. So informieren wir Sie während des zweitägigen Seminars über die Verfahren und die jeweilige Gesetzeslage zu den Themenbereichen Adoption, Pflegschaft, Samen-, Eizell- sowie Embryonenspende, damit Sie sich ein fundiertes Bild machen können, um individuell stimmige Antworten zu finden.

Eingeladen sind bislang ungewollt kinderlose Frauen und Männer, die auch in dieser schwierigen Lebensphase handlungsfähig bleiben möchten. Sie sind uns alleine oder als Paar herzlich willkommen. Anmelden können Sie sich gerne bei mir.

Weitere Details finden Sie auf meiner Webseite unter:

https://www.kinderwunschberaterin.de/wunschkind/

23 Mrz

Embryonenspende – Deutscher Ethikrat plädiert für gesetzliche Regelung

Der Deutsche Ethikrat hat sich mit dem Thema Embryonenspende bzw. der Embryoadoption befasst und kommt zu dem Schluss, dass mit dieser Form der Familienbildung “vielfältige Konflikte” verbunden sein können: etwa durch die Vervielfältigung von Elternrollen, durch unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie das Kind aufwachsen soll, oder durch das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung, das von großer Bedeutung für die Identitätsentwicklung des Kindes sein kann.

Das Kindeswohl sei aber wesentlich für die Ausgestaltung der Embryospende bzw. der Embryoadoption. Vor diesem Hintergrund spricht sich der Ethikrat dafür aus, die Übernahme der Elternrechte und -pflichten gesetzlich klar und dauerhaft zu regeln. Der Vorschlag: mit dem Zeitpunkt des Embryotransfers sollte dem Empfängerpaar die rechtliche Elternschaft übertragen und das Spenderpaar entsprechend von diesen Elternrechten und -pflichten entbunden werden.

Besonders hervorgehoben wird der Stellenwert einer medizinischen, rechtlichen und psychosozialen Beratung angesichts der besonderen Herausforderungen für alle Beteiligten – sowohl bei den Spender- als auch bei den Wunsch- bzw. Empfängereltern.

Weitere Hintergründe in der Kurzversion finden Sie hier:

http://www.ethikrat.org/presse/pressemitteilungen/2016/pressemitteilung-02-2016

Die ausführliche Stellungnahme können Sie sich unter diesem Link herunterladen:

http://www.ethikrat.org/

 

 

07 Jan

Anonyme Embryonenspende – Mit Risiken und Nebenwirkungen

In einem Online-Portal für medizinische Berufe hat sich eine Diskussion um das Zukunftsthema “Embryonenspende” entfacht. Auslöser ist ein Artikel über die Rechtslage für Embryonenspenden weltweit und in Deutschland. Auch ich habe mich in die Debatte eingeschaltet, da ich die anonyme Embryonenspende für problematisch erachte und das Persönlichkeitsrecht des zukünftigen Kindes über Kenntnis seiner genetischen Herkunft verletzt sehe.

Den Artikel und meinen vollständigen Kommentar zum Thema finden Sie unter:

http://news.doccheck.com/de/71110/embryonenspende-ue-ei-sucht-adoptiveltern/?utm_source=www.doccheck.com&utm_medium=web&utm_campaign=DC%2BSearch

23 Apr

Rechte der Wunschkinder im Blick behalten – Verein “Spenderkinder” kritisiert Embryonenspende

Der Verein “Spenderkinder” fordert die bayerischen Reproduktionsmediziner auf, die in dem “Netzwerk Embryonenspende” organisiert sind, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und Embryonenspenden nicht wie geplant anonym durchzuführen. Die Vernachlässigung der Rechte von Menschen, die durch anonyme Samenspende gezeugt wurden, dürften bei dem Thema Embryonenspende nicht wiederholt werden, so der Verein “Spenderkinder” in seiner Stellungnahme.

Auch ich frage mich, warum die Standards der gängigen offenen Adoptionspraxis bei der Embryonenspende nicht gelten sollen. Es ist inzwischen anerkannt: ein offener Umgang mit der besonderen Entstehungsgeschichte ermöglicht Wunschkindern eine vitale Entwicklung – dies gilt für Adoptivkinder, für Menschen, die durch Samenspende gezeugt wurden und wird auch zukünftig für Menschen bedeutsam sein, die durch eine Embryonenspende genetische und soziale Eltern haben werden.

Unter diesem Link finden Sie die fundierten Bedenken des Vereins “Spenderkinder” zu der geplanten anonymen Embryonenspende:

www.spenderkinder.de/news/page/2/

14 Apr

Seriöse Informationen – Kinderwunschbehandlung im Ausland

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat neue Informationen zusammengestellt für Paare, die eine Kinderwunschbehandlung im Ausland erwägen. Es gibt im Vorfeld vieles zu bedenken, diese Seite stellt zu folgenden Themenfeldern verlässliche Informationen zusammen :

  •  Auslandsbehandlungen und ihre medizinischen Risiken
  • Gesetzliche Bestimmungen im Überblick
  • Ethisch-rechtliche Aspekte
  • Tragfähige Entscheidungsfindung durch professionelle Kinderwunschberatung im Vorfeld
  • Die Eizellespende (in Deutschland verboten)
  • Die Samenspende
  • Die Embryonenspende (aufgrund der unklaren Gesetzeslage in Deutschland nicht praktiziert)
  • Die Leihmutterschaft (in Deutschland verboten)
  • Seelische Einflüsse auf Paare, die sich für eine Kinderwunschbehandlung im Ausland entscheiden

Ein Klick lohnt sich also auf jeden Fall:

http://www.familienplanung.de/kinderwunsch/behandlung-im-ausland/

Und für alle, die sich auf dieser seriösen Webseite allgemein einen Überblick zum Thema “Unerfüllter Kinderwunsch” verschaffen möchten, werden hier fündig:

http://www.familienplanung.de/Kinderwunsch/

 

18 Dez

Recht auf Herkunft des Kindes – Aus Fehlern lernen bei der Embryonenspende

Ob die Embryonenspende zukünftig in Deutschland legal sein wird, muss der Gesetzgeber noch entscheiden. Unerlässlich wird es sein, das Recht des Kindes auf seine Herkunft zu verankern, will man nicht wieder die gleichen Fehler der anonymen Adoption oder der anonymen Samenspende wiederholen. Die psychologische Forschung weiß inzwischen durch Generationen von Adoptivkindern und auch durch Samenspende gezeugter Menschen, wie wichtig das Wissen um die genetischen bzw. leiblichen Eltern für eine gesunde Identitätsentwicklung ist. Diese Erkenntnis muss auch bei dem Zukunftsthema Embryonenspende berücksichtigt werden, ansonsten könnten sich die gleichen fatalen Fehler wiederholen. Gut zu wissen – in Deutschland gibt es ein Recht auf Kenntnis der eigenen Herkunft bzw. vorhandener Informationen über die eigene Abstammung – dieses Recht leitet sich aus den Grundrechten ab! Für die Samenspende wurde dieses Jahr erst im Februar ein wegweisendes Urteil verabschiedet: ein Spenderkind, inzwischen eine junge Frau,  hat durch das OLG Hamm gegen einen Reproduktionsmediziner Recht bekommen. Der Mediziner ist verpflichtet worden, der Frau Auskunft über ihren genetischen Vater zu erteilen. Damit sich diese juristischen Auseinandersetzungen nicht beim Thema Embryonenspende wiederholen, muss aus Fehlern der Vergangenheit gelernt werden, d.h. eine anonyme Embryonenspende kann es im Interesse des Kindes nicht geben. Und wovor Angst haben? Die vielen geglückten Biografien von inzwischen erwachsenen Adoptivkindern und durch Samenspende gezeugten Menschen zeigen eines sehr deutlich: das Wissen um die genetischen Wurzeln bzw. leiblichen Eltern schmälert die Liebe zu den sozialen Eltern nicht – im Gegenteil. Soziale Eltern, die ihrem Kind ermöglichen ein positives Selbstbild zu entwickeln, indem sie nicht einen  Teil von sich selbst unterdrücken müssen, wissen, wie wertvoll diese zwar anspruchsvolle aber doch so lohnende Aufgabe ist.

Sehr ausführliche Informationen  zur rechtlichen Grundlage beim Thema Samenspende gibt es auf der website des Vereins von durch Samenspende gezeugten Erwachsenen:

http://www.spenderkinder.de/dierechtlichesituation/

25 Okt

Social Egg Freezing und Embryonenspende – Neuheiten der Reproduktionsmedizin

Vieles ist möglich und die Reproduktionsmedizin entwickelt ständig neue Verfahren. Bayern 2 beschäftigt sich in einem Schwerpunkt mit den neusten Trends – Social Egg Freezing und Embryonenspende – und fragt, ob die perfekte Familienplanung nun tatsächlich möglich ist. Geklärt wird auch, welche ethischen Fragen auftauchen und worin die rechtlichen Grauzonen bestehen.

Hier der Link zu der empfehlenswerten Hörfunksendung Theo.Logik in Bayern 2:

www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-theologik.shtml