25 Jan

Leihmutterschaft weiter verboten – Straßburger Richter bestätigen Rechtslage in Italien

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das Verbot von Leihmutterschaft in Italien bestätigt und damit die Position der Länder insgesamt gestärkt, die diese Form der Familiengründung gesetzlich verbieten. Auch in Deutschland ist die Leihmutterschaft verboten.

Weitere Einzelheiten zu dem Urteil erfahren Sie hier:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/leihmutterschaft-darf-verboten-bleiben-egmr-urteil-in-strassburg-a-1131530.html

03 Mai

Entbehrlich oder Persönlichkeitsrecht? Die Kenntnis der eigenen Abstammung

Wo komme ich her? Wer hat mich geprägt? Was hat das für Auswirkungen für heute und in der Zukunft? Sind die Gene oder die Erziehung entscheidend? Fragen, die viele Wunscheltern bewegen, die sich mit den Themen Adoption, Samen- und Eizellspende beschäftigen oder sich über eine Leihmutterschaft Gedanken machen. Zwar sind in Deutschland die Eizellspende und die Leihmutterschaft gesetzlich nicht erlaubt, doch die wachsenden Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin machen vor den Grenzen nicht Halt. Sie bringen neue ethische und gesellschaftliche Problemstellungen mit sich. Ist das Abstammungsrecht hier auf der Höhe der Zeit? Eine interessante Hörfunkdiskussion zum Stand der rechtlichen Bedingungen und psychischen Einflussfaktoren können Sie unter diesem Link nachhören:

http://www.kulturradio.de/programm/sendungen/160430/zeitpunkte_debatte_1704.html

 

03 Mrz

Eine Frage der Haltung – Frühjahrstagung der Kinderwunschberaterinnen und Berater

Immer mehr Aspekte der Familiengründung sind scheinbar planbar und bestimmbar geworden. Dies bedeutet mehr Möglichkeiten für eine selbst bestimmte Lebensgestaltung, die aber häufig Konsequenzen für andere Beteiligte und das zukünftige Kind hat. Dies zeigt sich in vielen Bereichen der Reproduktionsmedizin, z.B. bei den Themen Eizellspende, Leihmutterschaft, Risiko von Mehrlingsschwangerschaften oder bei dem Recht des Kindes auf Wissen um die eigene Herkunft.

Auf der Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung (BKiD e.V) werden meine Kolleginnen, Kollegen und ich unsere Wertehaltungen erneut reflektieren. Ich erlebe es täglich in meiner Praxis, wieviele ethische Fragen hinter einem Kinderwunsch stecken. Professionelle Beraterinnen und Berater können dabei nicht einfach neutral bleiben, sondern haben ihre eigenen Wertvorstellungen und Anliegen.

Auf der zweitägigen Frühjahrstagung in Frankfurt am Main erwarten wir ab morgen Impulse aus theologischer Sozialethik und dem Bereich der Sozialphilosophie zu diesen Themen:

  • Kinderwunsch und Schwangerschaft heute – Zwischen Wahlfreiheit und Verantwortlichkeit
  • Kinderwunsch und Kinderrechte angesichts technischer Fortentwicklungen in der Medizin. Gesichtspunkte der Ethik (PID, Social Freezing, Uterustransplantation)
  • Nicht-invasive pränatale Tests – Medizinische Anwendungen heute und Möglichkeiten in der Zukunft
  • Erfahrungsaustausch PID
  • Familiengründung mit Hilfe der Reproduktionsmedizin – Gibt es eine Pflicht zur Beratung? Ethische Überlegungen zu psychosozialen Interventionen in einem schwierig gewordenen Bereich des persönlichen Lebens
18 Jun

Kein Recht auf ein Kind – Internationaler Protest gegen Leihmutterschaft

Frauenrechtsaktivistinnen habe eine internationale Kampagne gegen Leihmutterschaft ins Leben gerufen. Unter dem Namen “stop surrogacy now” setzen sich die Frauen dafür ein, Leihmutterschaft weltweit zu stoppen. Ärmere Frauen liefen Gefahr durch eine Leihmutterschaft ausgebeutet zu werden, so ihre Begründung. Bei allem Verständnis für den Wunsch nach einem Kind, so die Unterzeichnerinnen der Petition, gebe es kein Recht auf ein Kind.

Mehr Informationen und Einzelheiten zu der Petition gibt es unter diesem Link:

http://www.stopsurrogacynow.com/the-statement/statement-german/#sthash.fAxxIxP4.dpbs

02 Jul

Urteil zu Leihmutterschaft – Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte fordert Rechtssicherheit

Paare, die sich mit Hilfe einer ausländischen Leihmutter ihren Kinderwunsch erfüllen wollen, haben Unterstützung vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erhalten. Die Straßburger Richter urteilten in zwei Fällen zugunsten französischer Familien, die bisher nur mit einem rechtsunsicheren Status zusammen leben durften. Die Paare waren jeweils wegen der Unfruchtbarkeit der Ehefrau in die USA gereist. Dort ist die Leihmutterschaft erlaubt, anders als in Frankreich oder auch in Deutschland. Der Straßburger Gerichtshof hielt den Zustand rechtlicher Unsicherheit mit Blick auf die Kinder – heute im Teenager-Alter – für menschenrechtswidrig. Das Urteil könnte auch Folgen für Deutschland haben. Auch hier haben Paare immer wieder Schwierigkeiten, ihre im Ausland geborenen Kinder nach Deutschland zu bringen, weil Leihmutterschaft nach deutschem Recht als «sittenwidrig» eingestuft wird.

14 Apr

Seriöse Informationen – Kinderwunschbehandlung im Ausland

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat neue Informationen zusammengestellt für Paare, die eine Kinderwunschbehandlung im Ausland erwägen. Es gibt im Vorfeld vieles zu bedenken, diese Seite stellt zu folgenden Themenfeldern verlässliche Informationen zusammen :

  •  Auslandsbehandlungen und ihre medizinischen Risiken
  • Gesetzliche Bestimmungen im Überblick
  • Ethisch-rechtliche Aspekte
  • Tragfähige Entscheidungsfindung durch professionelle Kinderwunschberatung im Vorfeld
  • Die Eizellespende (in Deutschland verboten)
  • Die Samenspende
  • Die Embryonenspende (aufgrund der unklaren Gesetzeslage in Deutschland nicht praktiziert)
  • Die Leihmutterschaft (in Deutschland verboten)
  • Seelische Einflüsse auf Paare, die sich für eine Kinderwunschbehandlung im Ausland entscheiden

Ein Klick lohnt sich also auf jeden Fall:

http://www.familienplanung.de/kinderwunsch/behandlung-im-ausland/

Und für alle, die sich auf dieser seriösen Webseite allgemein einen Überblick zum Thema “Unerfüllter Kinderwunsch” verschaffen möchten, werden hier fündig:

http://www.familienplanung.de/Kinderwunsch/

 

19 Mrz

Kein Mutterschutz für “Bestellmütter” – Neues EU-Urteil

Nur Frauen, die selbst schwanger gewesen sind und ein Kind zur Welt bringen, haben in der EU Anspruch auf Mutterschaftsurlaub. Deshalb haben sogenannte “Bestellmütter”, die eine Leihmutter mit dem Austragen ihres Kindes beauftragen, keinen Anspruch auf Mutterschutzurlaub.  Ob eine “Bestellmutter” auch Anspruch auf Elternzeit nach deutschem Vorbild hätte, hatte der Europäische Gerichtshof aktuell nicht zu entscheiden. Einen solchen Anspruch auf Elternzeit haben Adoptiveltern in Deutschland bereits heute.