03 Mrz

Eine Frage der Haltung – Frühjahrstagung der Kinderwunschberaterinnen und Berater

Immer mehr Aspekte der Familiengründung sind scheinbar planbar und bestimmbar geworden. Dies bedeutet mehr Möglichkeiten für eine selbst bestimmte Lebensgestaltung, die aber häufig Konsequenzen für andere Beteiligte und das zukünftige Kind hat. Dies zeigt sich in vielen Bereichen der Reproduktionsmedizin, z.B. bei den Themen Eizellspende, Leihmutterschaft, Risiko von Mehrlingsschwangerschaften oder bei dem Recht des Kindes auf Wissen um die eigene Herkunft.

Auf der Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderwunschberatung (BKiD e.V) werden meine Kolleginnen, Kollegen und ich unsere Wertehaltungen erneut reflektieren. Ich erlebe es täglich in meiner Praxis, wieviele ethische Fragen hinter einem Kinderwunsch stecken. Professionelle Beraterinnen und Berater können dabei nicht einfach neutral bleiben, sondern haben ihre eigenen Wertvorstellungen und Anliegen.

Auf der zweitägigen Frühjahrstagung in Frankfurt am Main erwarten wir ab morgen Impulse aus theologischer Sozialethik und dem Bereich der Sozialphilosophie zu diesen Themen:

  • Kinderwunsch und Schwangerschaft heute – Zwischen Wahlfreiheit und Verantwortlichkeit
  • Kinderwunsch und Kinderrechte angesichts technischer Fortentwicklungen in der Medizin. Gesichtspunkte der Ethik (PID, Social Freezing, Uterustransplantation)
  • Nicht-invasive pränatale Tests – Medizinische Anwendungen heute und Möglichkeiten in der Zukunft
  • Erfahrungsaustausch PID
  • Familiengründung mit Hilfe der Reproduktionsmedizin – Gibt es eine Pflicht zur Beratung? Ethische Überlegungen zu psychosozialen Interventionen in einem schwierig gewordenen Bereich des persönlichen Lebens
04 Nov

Schwanger mit 40 Plus – Kein Problem dank Reproduktionsmedizin?

Eine neue Studie aus Dänemark kommt zu dem Ergebnis, dass Frauen in dem Vertrauen auf die Reproduktionsmedizin ihren Kinderwunsch weiter hinaus zögern. In der Studie wurden Frauen zwischen 35 und 43 Jahren befragt, die sich in einer Klinik zum Thema Fruchtbarkeit beraten lassen haben. Bei der Mehrzahl dieser Frauen lag das Hauptinteresse auf der Verlängerung der eigenen Fruchtbarkeit bzw. der Chancenabschätzung, zu einem späteren Zeitpunkt durch die Möglichkeit des “Social Freezing” schwanger zu werden. Die Chancen auf Erfolg bei diesem Verfahren, in dem die eigenen Eizellen kryokonserviert und auf Eis gelegt werden, ist allerdings altersabhängig und aussichtsreicher je jünger die Frau ist, die sich zu diesem Schritt entschließt.

Einen interessanten Artikel zu weiteren Ergebnissen der neuen Studie finden Sie hier:

http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/unerfuellter-kinderwunsch-frauen-ueberschaetzen-die-reproduktionsmedizin-13891523.html