18 Okt

Späte Mütter – Trend verfestigt sich in den Industrieländern

Durchschnittlich über 30 Jahre alt sind Frauen in Industrieländern, wenn sie ihr erstes Kind zur Welt bringen. Dies geht aus dem neuen UN-Weltbevölkerungsbericht hervor. Zum Vergleich: in den 70er Jahren waren Erstgebärende im Schnitt zwischen 24 und 26 Jahren alt. Sie wurden also schwanger in einer Phase, in der biologisch gesehen noch die fruchtbarsten Jahre der Frau liegen. Gut ausgebildete Frauen heutzutage verschieben ihren Kinderwunsch nach hinten, um beruflich überhaupt Fuß fassen zu können. Die erhoffte Kinderzahl bleibt in den Industrieländern mit durchschnittlich 1,7 Kindern häufig hinter der gewünschten Vorstellung zurück. In den ärmsten Ländern der Welt, so der UN-Report, sehe dieser Zusammenhang umgekehrt aus: dort bekämen viele Frauen mehr Kinder als sie sich wünschten. Aber auch dort gebe es den unerfüllten Kinderwunsch, der auf eine weltweite mangelnde Verwirklichung der “reproduktiven Rechte” zurückzuführen sei. Um diese Entwicklung aufzuhalten, wird beispielsweise empfohlen die reproduktive Gesundheit zu einem integralen Bestandteil der Gesundheitsversorgung zu machen.

Weitere Details zum UN-Weltbevölkerungsbericht: https://www.dsw.org/unfpa-weltbevoelkerungsbericht-2018-2/

https://www.dsw.org/wp-content/uploads/2018/10/Infoblatt_Handlungsempfehlungen.pdf

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/98562/Frauen-in-Industrielaendern-bringen-Kinder-immer-spaeter-zur-Welt?token=99c0c02483eec1935a6341b2b35a44aa

 

29 Mrz

Trendwende – Mehr Geburten in Deutschland

2016 wurden in Deutschland 792 131 Kinder geboren, das sind 7 % mehr Babys als 2015. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg die Anzahl der Neugeborenen damit das fünfte Jahr in Folge und erreichte wieder das Niveau von 1996. In den westdeutschen Bundesländern stieg die Zahl durchschnittlich um 8 % im Vergleich zu Ostdeutschland mit 4 %.

Diese Trendwende liegt nicht nur an der Zuwanderung, viele Frauen entscheiden sich inzwischen später Mütter zu werden. So ist der Geburtenanstieg vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen im Alter zwischen 30 und 37 Jahren häufiger Kinder bekommen. Sie hatten im jüngeren Alter deutlich weniger Kinder zur Welt gebracht als Frauen älterer Jahrgänge und realisieren derzeit unter günstigen familienpolitischen und wirtschaftlichen Bedingungen ihre Kinderwünsche mit höherer Intensität. Hinzu kommt, dass es aktuell mehr potenzielle Mütter in diesem wichtigen gebärfähigen Alter gibt. Die zusammengefasste Geburtenziffer lag 2016 bei 1, 59 Kindern je Frau. Das ist der höchste gemessene Wert seit 1973 und deutlich höher als 2015. Mit dieser Quote kann prognostiziert werden, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre, wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr.

Weitere Informationen und Hintergründe finden Sie hier: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Geburten/Geburten.html

https://www.ksta.de/wirtschaft/familie-hoechste-geburtenrate-seit-45-jahren-29940872