18 Okt

Späte Mütter – Trend verfestigt sich in den Industrieländern

Durchschnittlich über 30 Jahre alt sind Frauen in Industrieländern, wenn sie ihr erstes Kind zur Welt bringen. Dies geht aus dem neuen UN-Weltbevölkerungsbericht hervor. Zum Vergleich: in den 70er Jahren waren Erstgebärende im Schnitt zwischen 24 und 26 Jahren alt. Sie wurden also schwanger in einer Phase, in der biologisch gesehen noch die fruchtbarsten Jahre der Frau liegen. Gut ausgebildete Frauen heutzutage verschieben ihren Kinderwunsch nach hinten, um beruflich überhaupt Fuß fassen zu können. Die erhoffte Kinderzahl bleibt in den Industrieländern mit durchschnittlich 1,7 Kindern häufig hinter der gewünschten Vorstellung zurück. In den ärmsten Ländern der Welt, so der UN-Report, sehe dieser Zusammenhang umgekehrt aus: dort bekämen viele Frauen mehr Kinder als sie sich wünschten. Aber auch dort gebe es den unerfüllten Kinderwunsch, der auf eine weltweite mangelnde Verwirklichung der “reproduktiven Rechte” zurückzuführen sei. Um diese Entwicklung aufzuhalten, wird beispielsweise empfohlen die reproduktive Gesundheit zu einem integralen Bestandteil der Gesundheitsversorgung zu machen.

Weitere Details zum UN-Weltbevölkerungsbericht: https://www.dsw.org/unfpa-weltbevoelkerungsbericht-2018-2/

https://www.dsw.org/wp-content/uploads/2018/10/Infoblatt_Handlungsempfehlungen.pdf

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/98562/Frauen-in-Industrielaendern-bringen-Kinder-immer-spaeter-zur-Welt?token=99c0c02483eec1935a6341b2b35a44aa

 

17 Okt

Anerkennung der rechtlichen Elternschaft nach Leihmutterschaft – BGH betont Kindeswohl

Wunscheltern, denen bereits im Ausland die rechtliche Elternschaft zuerkannt worden ist, müssen in Deutschland nicht mehr auf diesen Status verzichten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem nun veröffentlichten Beschluss entschieden. Im aktuellen Fall hatte ein Paar aus Deutschland eine Leihmutter aus den USA beauftragt, Zwillinge aus anonymen Eizellspenden und den Samen des Ehemannes auszutragen. Die Leihmutter, so die Argumentation der Richter, habe im Gegensatz zu den Wunscheltern kein Interesse daran, sich um die Kinder zu kümmern. Zwar seien in Deutschland im Gegensatz zur USA Leihmutterschaften nicht erlaubt, das US-Urteil weiche also von der deutschen Rechtsprechung ab. Allerdings, so die Begründung des BGH, sei die Entscheidung der US-Richter mit der wesentlichen Rechtsauffassung des deutschen Rechts vereinbar und aus diesem Grund in Deutschland gültig.

Weitere Hintergründe zu dem Urteil finden Sie in diesen Artikeln: https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/recht/article/973610/bundesgerichtshof-elternschaft-eizellspende.html

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bgh-xiizb22417-leihmutterschaft-eltern-gericht-entscheidung-usa-anerkannt/

 

15 Okt

Kinder machen – Dokumentarfilm hinter den Kulissen der Reproduktionsmedizin

“Einen Science-Fiction der Gegenwart” versprechen die Programm-Macher über den Dokumentarfilm “Kinder machen”, der heute Abend in 3sat ausgestrahlt wird. Der Film beleuchtet die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin und will dabei die gesellschaftlichen, politischen und ethischen Dimensionen des Themas transparent machen.

Zu sehen ist der Film heute Abend ab 22.25 Uhr bis 23.45 Uhr in 3sat: https://programm.ard.de/TV/3sat/kinder-machen/eid_28007914702478

 

01 Okt

Spermienqualität belastet – Alltagschemikalien verstärken sich gegenseitig

Hormonell wirksame Chemikalien, sog. endokrine Disruptoren (EDC), sind in vielen Lebensmitteln, im Haushalt und in Körperpflegeprodukten zu finden. Diese Substanzen können die Spermienqualität negativ beeinflussen und bis zur Unfruchtbarkeit des Mannes führen. Nun hat ein deutsch-dänisches Forscherteam einen weiteren alarmierenden Zusammenhang herausgefunden: werden diese Chemikalien kombiniert, summieren sich die Einzelwirkungen nicht nur, sondern sie verstärken sich gegenseitig beträchtlich. Die Wissenschaftler plädieren nun dafür, das neue Studienergebnis bei der Bestimmung der zulässigen Grenzwerte künftig zu berücksichtigen.

Weitere Einzelheiten unter diesem Link: https://www.profamilia.de/newsletter/service/einzelansicht/article/alltagschemikalien-schaedigen-spermien-und-verstaerken-sich-gegenseitig.html?noMobile=1&cHash=d3e0008f6c0c7a73b3de5cbeac4345e9