30 Mrz

Samenspenderregistergesetz – Abstammungsgesetzentwurf veröffentlicht

Der Deutsche Bundestag hat den Abstammungsgesetzentwurf veröffentlicht, in dem ein Auskunftsanspruch für jene Personen ab 16 Jahren festgelegt wird, die durch eine Samenspende und ärztlich unterstützte künstliche Befruchtung gezeugt worden sind. Geplant ist dazu die Einrichtung eines zentralen Registers für Samenspender beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Die Angaben über die Samenspender und Empfängerinnen einer Samenspende sollen 110 Jahre gespeichert werden. Zukünftig soll es Privatpersonen möglich sein, bei dieser Registerstelle eine Auskunft zu erfragen, um in Erfahrung zu bringen, ob sie mit Hilfe einer Samenspende gezeugt worden sind. Experten begrüßen den Entwurf, halten aber weitere Änderungen und Ergänzungen für erforderlich.

Weitere Details und den Gesetzentwurf im Wortlaut können Sie hier nachlesen:

http://www.bundestag.de/presse/hib/2017_03/-/501178

24 Mrz

Thema Eizellspende – Ethikrat diskutiert über Verbot in Deutschland

Eizellspende ist in Deutschland nicht erlaubt und doch entscheiden sich immer mehr Paare dafür, ihren Kinderwunsch mit einer Eizellspende aus dem Ausland zu erfüllen. Im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung diskutierten gestern Mitglieder des Deutschen Ethikrates Fragen der Eizellspende im Ausland und der Konsequenzen dieser Praxis im Inland.

In der Diskussion wurde deutlich, dass es zukünftig auch für den Gesetzgeber um die Frage gehen muss, ob es weiter nachvollziehbar ist, dass Samenspenden erlaubt und die Embryonenspende als rechtlich möglich angesehen wird, die Eizellspende aber verboten bleibt. Betont wurde, dass die Eizellspende ein medizinisch umstrittenes Verfahren sei und die Eizellspenderin ein gesundheitliches Risiko eingehe. “Werden Gesundheitsrisiken auf Frauen in Ländern mit niedrigeren Einkommen verschoben?” Diese Frage, so die Ethnologin Michi Knecht von der Universität Bremen, müsse man schon stellen dürfen. Sie vermutet, dass die restriktive nationale Gesetzgebung wie die deutsche – zwar unbeabsichtigt – aber zur Folge habe, dass Ausbeutungsrisiken in andere Länder verlagert würden.

Eine Zusammenfassung der Diskussion und die einzelnen Redebeiträge als Audio sind unter diesem Link zu finden:

http://www.presseportal.de/pm/42978/3593688

22 Mrz

Sehnsucht Kind – Zu Gast als Kinderwunschberaterin bei Sat1 Bayern

Wenn der unerfüllte Kinderwunsch das ganze Leben fest im Griff hat, dann gibt es viele Gemeinsamkeiten und auch ganz individuelle Wege, wie Menschen mit diesem Schicksal umgehen. Rund ein Viertel der kinderlosen Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren wünscht sich ein Kind, teilweise schon seit Jahren.

Sat1 Bayern portraitiert in der Sendung Lebensformen TV drei Frauen, deren Leben auf sehr unterschiedliche Weise vom Wunsch nach einem Leben mit Kind geprägt wurde. Als Studiogast teile ich meine Erfahrungen als Kinderwunschberaterin und Paartherapeutin und erzähle Moderatorin Christine Büttner, wie es gelingt, Frauen und Männern das Leben in der Kinderwunschzeit zu erleichtern.

Sendetermin: Samstag, 25.03., Sat1 Bayern um 17 Uhr

Weitere Infos:

http://www.lebensformen-tv.de/sehnsucht-kind

 

 

14 Mrz

Wünschen Sie sich ein Seminar? Wunschkind e.V. sammelt Vorschläge

Haben Sie sich auch schon mal gedacht, zu diesem speziellen Kinderwunschthema würde ich gerne mal ein Seminar besuchen? Dann haben Sie jetzt die Gelegenheit, ihre Ideen mitzuteilen. Wunschkind e.V. sammelt aktuell Vorschläge zu Seminarthemen, die Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch interessieren. Die Seminare sollen betroffenen Paaren helfen, den Umgang mit der ungewollten Kinderlosigkeit besser zu bewältigen, Fragen zu klären und Informationen zu vertiefen. Am Wochenende haben meine Kollegin Doris Wallraff und ich in Kooperation mit Wunschkind e.V. beispielsweise erneut das Seminar zum Thema “Handlungsfähig bleiben – Zuversicht und Perspektiven in der Kinderwunschzeit” gestaltet. Themen dieses Seminars sind Strategien, besser mit den spezifischen Belastungen in der Kinderwunschzeit umzugehen, und Alternativen zum leiblichen Kind. Wäre dies auch für Sie interessant oder haben Sie noch andere Ideen? Wunschkind e.V. ist gerne behilflich, Seminare mit anerkannten Referenten auch in Ihrer Region zu organisieren.

Weitere Informationen über:

http://www.wunschkind.de/

10 Mrz

Aktiv und gemeinsam – Zuversicht und Perspektiven in der Kinderwunschzeit

Paare aus ganz Deutschland haben sich zu unserem Seminar “Handlungsfähig bleiben – Zuversicht und Perspektiven in der Kinderwunschzeit” angemeldet, das morgen in Nürnberg startet. Das Seminar richtet sich an Frauen und Männer, die sich in einer Kinderwunschbehandlung befinden und aktiv für sich sorgen möchten:

  • Welche bewährten Strategien können mir und uns als Paar helfen, die anstrengende Kinderwunschzeit gut zu bewältigen?
  • Wie können spezifische Belastungen in dieser Phase abgefedert werden?
  • Welche Bedürfnisse und Wünsche über den Kinderwunsch hinaus sind wesentlich für mein Leben?
  • Wie kann ich mein Leben gestalten, so dass ich es als sinnvoll empfinde?

Und was wird sein, wenn es nicht klappt? Diese Frage beschäftigt viele Paare in der Kinderwunschzeit und ist häufig mit diversen Ängsten verbunden. Aus diesem Grund wird sie meist schnell wieder beiseitegeschoben. Es kann aber sehr entlastend sein,  darauf Antworten zu finden –  sich für Perspektiven zu öffnen – und dies in einer angenehmen Atmosphäre mit Menschen, die zur Zeit Ähnliches erleben müssen.

Meine Kollegin Doris Wallraff und ich freuen uns über die erneute Kooperation mit Wunschkind e.V. und die weitere finanzielle Unterstützung unseres Seminars, die die vergünstigten Konditionen für die Seminarteilnehmer ermöglicht. Der Veranstalter Wunschkind e.V. ist der Verein der Selbsthilfegruppen für ungewollt kinderlose Menschen und setzt sich u.a. für die Verbesserung der psychosozialen Betreuung während einer Kinderwunschbehandlung ein.

Für weitere Seminartermine nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf: bkl@kinderwunschberaterin.de

02 Mrz

Blickwechsel Adoption – Wissenswertes zum Download

Die Adoptionszahlen sind seit Jahren rückläufig: aus der Sicht der Bewerberinnen und Bewerber um ein  Kind macht die offizielle Adoptionsstatistik häufig wenig Mut. Sieben Ehepaare bewerben sich in Deutschland im Schnitt gleichzeitig um ein Kind, das zur Adoption vorgemerkt ist. Dies bedeutet: wieder Warten und die Ungewissheit aushalten. Auf Seiten der abgebenden Mütter und Eltern sind die Sorgen und Nöte komplexer und häufig sehr belastend. Die Abgabe eines Kindes wird manchmal als ein Tabubruch wahrgenommen, der zu einer gesellschaftlichen Stigmatisierung führen kann. So hat das Bundesfamilienministerium das Magazin “Blickwechsel Adoption” herausgegeben, das dazu beitragen soll einen neuen und anderen Blick auf Adoptionen zu werfen. Das Thema wird aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, so dass ein einfühlsamer Zugang zum Thema ermöglicht wird.

Das Magazin kann per Post bestellt oder als PDF unter folgendem Link heruntergeladen werden.

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/blickwechsel-adoption/111626?view=DEFAULT

Die aktuelle Statistik zum Themenbereich Adoption können Sie hier einsehen:

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Soziales/Sozialleistungen/KinderJugendhilfe/Tabellen/Adoptionen.html